
Bremer Senioren bei der Demo in Berlin
11. November 2024
Digitale Schulungsangebote in Bremen
11. Juni 2025Viele Menschen haben jetzt Angst vor einem neuen Krieg. Nicht deshalb, weil irgendwelche Kriegstreiber die Kriegsgefahr eingeflüstert haben, sondern weil zum ersten Mal in Europa nach dem zweiten Weltkrieg die Grenzen eines autonomen Staates durch einen anderen Staat verletzt wurden. Damit wurde ein Prinzip der Nachkriegszeit, das Prinzip der Unverletzlichkeit von Grenzen, gebrochen. In dem Zusammenhang erinnere ich mich noch sehr gut an Plakate, die in den 50er und 60er Jahren in Deutschland an vielen Straßen an Bäumen und Laternenpfählen hingen: „Dreigeteilt, niemals“. Seien wir froh, dass sich heute in unserem Land keiner mehr traut ehemalige deutsche Ostgebiete zurückzufordern. Die Nachkriegsordnung, und damit die Grenzziehung wird
akzeptiert.
Aber was mir am meisten Sorgen macht ist, dass die Fronten zwischen den Vertretern von „Frieden schaffen ohne Waffen“ und „verteidigungsfähig werden“ verhärtet sind. Die eine Seite setzt darauf, den Krieg in der Ukraine (Grenzverlauf offen) mit Diplomatie beenden zu können, die andere Seite redet von „die Ukraine muss den Krieg gewinnen“. Beides scheint mir derzeit unrealistisch.
Ja, Diplomatie tut Not. Aber angesichts der Brutalität dieses Krieges darf man sich nicht über die Möglichkeiten und Spielräume der Diplomatie täuschen. Leider kann man auch den anderen brutalen Krieg nicht aussparen. Was derzeit in Gaza geschieht muss uns alle zutiefst beunruhigen. Was die israelische Armee auf Anweisung der Regierung Nethanjahu im Gaza-Streifen tut, verspielt
jede Sympathie mit dem am 7.Oktober 2023 von der Hamas angegriffenen Staates Israel.


